Impotenz, die auf einen Nervenschaden beruht, kann nicht mit Medikamenten behandelt werden. Wissenschaftler der University of Pittsburgh führten deshalb eine experimentelle Gentherapie an Ratten durch, die aufgrund eines Nervenschadens an Impotenz litten. Dabei wurde das Herpes-Simplex-Virus benutzt, um das Gen Neurturin oder GDNF, welche beide das Nervenwachstum fördern, in den Körper einzusetzen. Nach rund vier Wochen war die Penisfunktion der Ratten wieder normal.
An der Wake Forest University wurde eine erste Studie dieser neuen Behandlungsform mit elf Männern durchgeführt, die vielversprechende Ergebnisse zeigt.

Den Männern wurde der Virus samt Gen am Penis injektiert, wobei nur wenige Nebenwirkungen auftraten. Bei einigen Männern verbesserte sich die Erektionsfähigkeit. Hierfür wurde den Männern DNA-Stücke in die Zellen gegeben, welche die Produktion von Proteinen anregen, die für die Entspannung der glatten Muskeln verantwortlich sind. So fließt mehr Blut in den Penis und es kommt zu einer Erektion. Die Gentherapie könnte laut Meinung der Forscher viel länger wirksam sein als die Einnahme von Medikamenten. Dies könnte vielen Betroffenen ein spontaneres Liebesleben ermöglichen.